Neben den vielen Museen und Gedenkstätten in Jerusalem, darunter das weltbekannte Israel Museum mit dem Schrein des Buches oder die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, können Sie Ihren Kultururlaub auch in der Altstadt von Jerusalem planen. 1981 nämliche wurde die Altstadt von Jerusalem von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Die Altstadt ist seit dem Mittelalter in vier Viertel eingeteilt: Nordwesten das christliche Viertel, Nordosten das muslimische Viertel, Südwesten das armenische Viertel, Südosten das jüdische Viertel. An den Türmen, Toren, Stadtmauern und historischen Gebäuden der Viertel können Sie die Geschichte der alten Stadt erkunden. Alle Viertel sind durch Straßen oder Tore miteinander verbunden.

Im christlichen Viertel zum Beispiel steht das Neue Tore. Es bezeugt die Gründung Israels – nach biblischer Überlieferung etwa 1000 vor Christus – und die Eroberung der Stadt durch die israelische Armee im Sechs-Tage-Krieg. Das Neue Tor ist eines von acht Toren in Jerusalem. Ein weiteres bekanntes Tor ist das Jaffator, das für einen Besuch des damaligen deutschen Kaiser Wilhelm II erweitert worden ist, der dann auch wirklich auf einem schwarzen Hengst die Stadt Jerusalem besuchte. Das wohl wichtigste Tor ist das Löwentor. Es führt von der Altstadt direkt zum Ölberg und auch zum Grab. Es wird daher auch Marientor genannt. Am Ölberg selbst grenzt der Garten Getsemani, wo Sie einen außergewöhnlichen Sommerurlaub mit unzähligen Olivenbäumen erleben können. Zwischen den Bäumen steht die Kirche aller Nationen. Wer die Geschichte Jesu erkunden möchte, sollte für seinen Kultururlaub die Grabeskirche und die Via Dolorosa besuchen. Die Grabeskirche bildet den historischen Schauplatz der Kreuzigung und Bestattung Jesu; die Via Dolorosa den schmerzhaften Leidensweg, die nach der Überlieferung zur Hinrichtungsstätte führte.

In der Altstadt finden sie noch weitere wichtige Bauwerke und religiöse Stätten des Judentums. So zum Beispiel die Klagemauer. Diese Mauer ist 48 Meter lang und 18 Meter hoch und dient den Juden zum Beten. Im südlichen Teil von Jerusalem steht der Säulen-Gang, auch Cardo-Maximus genannt. Der Cardo wurde bei Schachtarbeiten 1975 entdeckt und liegt ungefähr vier Meter unter dem Straßenniveau der Stadt. Säulen und Pflaster sind dennoch gut erhalten und bilden für nächtliche Spaziergänge eine tolle Kulisse für Ihren Sommerurlaub.

Seit dem 19. Jahrhundert hat sich im Norden, Süden und Westen die Neustadt von Jerusalem entwickelt. Wer also die Geschichte von Jerusalem von den Ursprüngen bis zur Gegenwart erleben möchte, der kann in Jerusalem einen unvergesslichen Kultururlaub erleben.