Nazaret – Heimatort von Jesus Christus

Nazaret liegt im Norden von Israel und gliedert sich heute in zwei Stadtbezirke, dem alten Nazaret und Nazaret-Illit, einem sehr jungen Teil der Stadt. Nazaret ist als Heimatstadt von Jesus Christus und seiner Eltern Maria und Josef in Geschichte und Religion eingegangen. Geburtsort von Jesus ist hingegen Betlehem, wohin Josef und Maria aufgrund einer Volkszählung kurz vor der Niederkunft reisen mussten. Nazaret findet weder im Alten Testament noch in außerbiblischen Schriften Erwähnung. Im Mittelalter wurde daher auch zeitweise Nazaret als Heimatort von Josef und Maria und die Existenz der Stadt zu der damaligen Zeit angezweifelt. Ausgrabungen bewiesen aber die Existenz einer Siedlung zu Zeiten Jesu Geburt.  Wahrscheinlich lebten damals zwischen 200 und 500 Einwohner in Nazaret.

Nazaret ist heute ein bedeutender Wallfahrtsort des Heiligen Landes. Insbesondere die katholische Verkündigungsbasilika mit der Inschrift „Hier ist das Wort Fleisch geworden“ ist Anlaufstelle für Christen aus aller Welt auf ihrer Reise. Nach der Überlieferung steht die Basilika an der Stelle wo Maria auf den Verkündigungsengel traff. Laut der Bibel kam der Engel Gabriel zu Maria, um ihr die Geburt ihres Sohnes anzukündigen. Reisende, die es auf Ihrer Rundreise schon bis nach Nazaret geschafft haben, sollten auch einen Abstecher zum See Genezareth machen. Der See Genezareth ist nicht nur ein belieber Pilger- und Wallfahrtsort, sondern auch ein beliebtes Ziel für den Badeurlaub.

Betlehem – die Geburtstätte von Jesus von Nazaret

Betlehem gehört zum Westjordanland und reicht im Norden an Jerusalem. Laut dem Matthäus und dem Lukas-Evangelium ist Jesus in Betlehem zur Welt gekommen. Nach dem Glauben des Christentum befindet sich der genaue Ort in einer Höhle. Schon 333 n. Chr. wurde hier direkt über der Höhle die Geburtskirche erbaut. Ob Jesus wirklich unter der Geburtskirche in einer Grotte geboren wurde, kann nicht bewiesen werden. Es gibt Historiker die die Unfehlbarkeit der Evangelien anzweifeln, andere bestätigen sie. Jerusalem und Betlehem sind durch eine acht Meter hohe Sperrmauer voneinander separiert worden. Die strikte Trennung beeinflusst den Tourismus nach Betlehem stark in negativer Weise. Der Übergang von der einen in die andere Stadt ist kompliziert. Zum Beispiel müssen Tagestouristen an der Grenzkontrolle ihren Reiseführer und den Bus wechseln. Diese Einschränkungen führten zu einem starken Abfall des Tourismus in Betlehem. Nichtsdestotrotz ist und bleibt Betlehem eine wichtige Pilgerstätte für die Christen.

Jerusalem – die heilige Stadt

Jerusalem ist im Christentum von enormer Bedeutung, da die Stadt für den Leidensweg von Christus, dessen Kreuzigung aber auch dessen Auferstehung steht. Jerusalem wird in der Bibel unzählige Male erwähnt. Die Pilgerstätten für Juden sind fast unzählig. Überall schreitet man auf den Spuren Jesus. Für die Juden haben insbesondere zwei Stätten eine große religiöse Bedeutung. Zum einen ist das die Klagemauer, zum anderen ist es der Tempelberg, eine Erhöhung im Südosten der Altstadt von Jerusalem. Hier stand einst der Tempel des Salomo. Für die Moslems ist der wichtigste Ort von Jerusalem der Felsendom. Hier betete nach islamischem Glauben schon Mohammet. Die einzelnen Pilgerstätten in Jerusalem werden auf der nächsten Seite vorgestellt.